Zunahmen an CED-Erkrankten auch in Entwicklungsländern, und die Gründe…

CED-Erkrankungen-Entwicklungslaender

Die Zahlen der von CED betroffenen Menschen steigen weltweit. Anzeichen sind Bauchkrämpfe, Durchfall und ein unspezifisches Krankheitsgefühl. Die damit einhergehende Gewichtsabnahme bereitet vielen Patienten Sorgen. Ein Arzt stellt die Diagnose zu Morbus Chron oder Colitis ulcerosa anhand der Anamnese und Ultraschall-, sowie Laboruntersuchungen. Gänzliche Gewissheit liefert eine Magen-, Darmspiegelung.

Die Diagnostik gibt dem Arzt genügend Möglichkeiten, um CED zuverlässig festzustellen. Anders sieht es bei der Frage nach den Auslösern aus. Seit langer Zeit leben wir in der Annahme, dass ein Zusammenspiel von Genen, Umwelteinflüssen und dem eigenen Lebensstil die Ursache für Darmerkrankungen bildet. Professor Kölbel, Chefarzt der Inneren Medizin des Brüderkrankenhauses Trier, verweist auf aktuelle Studien, welche besagen, dass die Zahl an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen über die westliche Welt hinaussteigt.

Entwicklungsländer nehmen ebenfalls an Fällen von CED Erkrankungen zu. Der Anstieg an CED-Fällen in der Dritten Welt geht, laut Untersuchungen, mit der Übernahme des westlichen Lebensstils einher. Diese Tatsache legt nahe, dass ein größerer Schwerpunkt auf eine gesunde Lebensweise der Prävention dienen würde. Es stellt sich die Frage, was der Lebensstil der nicht westlichen Länder – zum Beispiel in puncto Ernährung – dem unsrigen Voraus hat. Wenn wir die Unterschiede ansehen, fragen wir uns, weshalb unsere Breitengrade weit mehr von chronischen Darmerkrankungen, wie Morbus Chron oder Colitis ulcerosa, betroffen sind als Länder, deren Entwicklungsstand – Fortschritt und Wohlstand betreffend – hinter unserem liegt. Da wir uns wenig bewegen, nehmen wir weit mehr Kalorien auf, als wir verbrennen. Fleischhaltige Ernährung und Rauchen gelten als Risikofaktoren unserer Zeit und Kultur.

Die Behandlung erfolgt bei Colitis ulcerosa teils unkomplizierter als bei Morbus Chron. Das zweite Leiden betrifft unter Umständen vom Mund bis zum After verschiedenste Bereiche des Verdauungssystems. Colitis ulcerosa spielt sich – im Vergleich dazu – ausschließlich in Dünn- und Dickdarm ab, vorwiegend am Übergang der beiden. Allerdings ist jeder Fall anders. Die genaue Therapie über Medikamente oder sonstige Maßnahmen hängt vom spezifischen Kasus des Patienten ab. Grundsätzlich zeigen Therapien den größeren Erfolg, wenn früh mit der Behandlung begonnen wurde.

Am 25. November 2017 fand dazu eine Informationsveranstaltung in Trier statt. Sie wurde im Albertus-Magnus-Saal des Bürgerkrankenhauses abgehalten.

Quelle: volksfreund.de

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