Verschlimmerung von Morbus Crohn durch Hefepilze

Morbus Crohn Hefepilze

Für Betroffene der Darmerkrankung Morbus Crohn wird es wieder wie ein Schlag ins Gesicht sein. Das täglich Brot soll dafür verantwortlich sein, dass sich die Krankheit verschlimmert? Wenn es auch nur in Schüben kommt, es kommt, und zwar schlimmer. Der Schmerz unter dem die Erkrankten immer aufs Neue leiden müssen, kann unerträglich sein. Umso besser ist es, wenn die Patienten immer mehr Informationen darüber erlangen können, was sie besser nicht essen sollten. Medikamente, die die Symptome etwas entschärfen gibt es einige. Aber auch diese wirken manchmal kontraproduktiv.

In einer neuen Studie wurde an Mäusen untersucht, wie sich gewöhnliche Bäckerhefe auf die entzündliche Darmerkrankung auswirkt. Die Ergebnisse zeigten, dass sich durch den Genuss von Backwaren mit dieser Hefe die Durchlässigkeit der Darmwand auf die Weise verändert, dass verstärkt Harnsäure gebildet wird. Dies wiederum verschlimmert die entzündlichen Prozesse bei Morbus Crohn. Bei den Mäusen wurden ähnliche Symptome festgestellt, wie bei der Erkrankung selbst, etwa Durchfall, Bauchschmerzen und weniger Appetit. Zudem nahmen die Mäuse weniger Nährstoffe auf, was auch bei Menschen dann der Fall wäre. Wer in diesem Zusammenhang zu Antibiotika greift hat gleich noch mehr Leiden, spezielle Mittel gegen Gicht, die gegen die Harnsäure ankämpfen können Linderung versprechen.

Die Verabreichung von Antibiotika im Allgemeinen wird als nicht positiv angesehen, da dies nicht nur die gesunden Bakterien mit abtötet, sondern auch die Darmflora in einer Weise beeinträchtigen, dass die Pilzpopulation weiter ungehindert wachsen kann. Es schafft also genau das Gegenteil von dem, was man erreichen möchte.

Antikörper gegen Bäckerhefe haben etwa 50 Prozent der Morbus-Crohn-Betroffenen

Es gibt jedoch auch gute Neuigkeiten. Denn die amerikanische Studie ist laut einem Forscher eines deutschen Klinikums nicht gänzlich auf den Menschen übertragbar. Da fast die Hälfte der Betroffenen von Morbus Crohn Antikörper gegen Bäckerhefe aufweist und auch schon Arzneimittel gegen Gicht verabreicht bekommen hat, müsste die lindernde Wirkung auch schon eher aufgefallen sein. Jedoch sieht man es als günstigen Moment an, weiter in diese Richtung hin zu untersuchen, welche Rolle der Bäckerhefe wirklich in Verbindung mit Morbus Crohn zukommen könnte.

Quelle:
http://www.n-tv.de

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