Neues zu Diagnostik und Langzeittherapie

CED Bauchschmerzen Bettflasche

Beitrag vorlesen lassen:

Zielsicherere Diagnose von Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen mit einer neu entwickelten Rama- Sonde

An der Vanderbilt University, USA, wurde ein spezielles Endoskop, die Rama-Sonde, entwickelt. Sie soll im Rahmen einer sogenannten personalisierten Medizin die Unterscheidung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa schneller möglich machen. In ca. 15 % der CED kann keine zweifelsfreie Diagnose gestellt werden und so lautet diese „unklare Collitis“. „Bei bisherigen Methoden bestätigt sich die Verdachtsdiagnose erst mit der Reaktion des Patienten auf die Therapie. Das kann sich über mehrere Jahre hinziehen“, so Studienleiterin Anita Mahadevan-Jansen.

Die Wissenschaftler nutzten die Erkenntnis früherer Forschungen, dass die beiden Unterschiedlichen Erkrankungen unterschiedliche molekulare Signaturen im Darmgewebe hervorrufen. Die neu entwickelte Rama-Sonde erkennt diese und kann nicht nur die Erkrankungen unterscheiden, sondern auch den Grad der Entzündung erkennen.

Idealerweise soll die Sonde bei einer Vorsorgeuntersuchung genutzt werden, um die Grunddaten dieses speziellen Menschen zu erfassen. Bei späteren Untersuchungen kann die Sonde dann durch den Vergleich der neuen und der Grunddaten schnell unterscheiden, ob Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa vorliegt. Doch auch bei Test-Untersuchungen bereits Erkrankter waren die Wissenschaftler mit einem Ergebnis von 90-75% bei insgesamt 23 Testpatienten zufrieden.

Nun sind sie daran, weitere Daten wie Geschlecht, Ernährungsweise etcetera. zu ergänzen und die Berechnungsmethoden zu verfeinern.

Das Pflanzliche Arzneimittel Myrrhinil-Intest hilft bei Colitis ulcerosa

Das ist das Ergebnis einer Follow-Up-Studie der der Kliniken Essen-Mitte unter der Leitung von Prof. Jost Langhorst.

Das Mittel wurde von 2008 bis 2010 an erwachsenen Colitis ulcerosa-Patienten in der schubfreien Phase im Vergleich zu einem Standardmedikament (Mesalazin) getestet. In der Wirkung war kein signifikanter Unterschied der beiden Medikamente nachzuweisen. Bei vergleichsweise gleicher Wirkung zeigte das pflanzliche Arzneimittel jedoch keine Nebenwirkungen und auch nach 5 Jahren waren 80 % der befragten Studienteilnehmer zufrieden.

Das pflanzliche Kombinationspräparat wirkt auf andere Weise, als das Standardmedikament. Wie, ist noch nicht vollständig geklärt.

Während das Aminosalizylat Mesalazin die Synthese der Entzündungsbotenstoffe Leukotriene und Interleukine und deren Wirkung als Botenstoffe hemmt, wirkt das pflanzliche Präparat aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle direkt im Darm. „Die Ergebnisse legen nahe, dass Myrrhinil-Intest die gastrointestinalen Abwehr- und Heilmechanismen des Körpers auf natürliche Weise im Darm, de facto am Ort des Geschehens, unterstützt“, erklärt Langhorst.

Alle drei Wirkstoffe besitzen entzündungshemmende Eigenschaften

Myrrhe wirkt zusätzlich auf die glatte Darmmuskulatur und lindert daher Darmkrämpfe. Kamille wirkt antibakteriell und entblähend. Kaffeekohle bindet mit Hilfe seiner großen Oberfläche schädliche Stoffe und reguliert die gestörte Motorik im Magen-Darm-Trakt.

Für eine neue Studie sucht die Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte aktuell wieder Teilnehmer. Ziel ist es, den Einfluss von Stressreduktion und Lebensstilmodifikation zu erforschen.

Weitere Informationen finden sich auf der Seite der Kliniken Essen-Mitte
http://kliniken-essen-mitte.de/leistung/fachabteilungen/naturheilkunde-u-integrative-medizin/studien/aktuelle-studien.html

Quellen:
http://news.doccheck.com
http://www.presseportal.de
http://www.gesundheit-adhoc.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.