Gemäss mehreren Studien hilft Probiotika gegen die Darmentzündung Morbus Crohn

Morbus Crohn Hefepilze

Noch immer steckt die Therapie bei Morbus Crohn im wahrsten Sinne des Wortes in den Kinderschuhen. Die Naturheilkunde ist nach wie vor der Meinung, dass die Darmflora bei dieser Erkrankung eine wichtige Rolle spielt. Neue Studien, die im Oktober 2017 veröffentlicht wurden, zeigen, dass bei künftigen Therapien von Morbus Crohn Probiotika eingesetzt werden sollen, denn diese könnte das verloren gegangene Gleichgewicht der Darmflora wieder herstellen.

Darmflora der Erkrankten mit Candida tropicalis

Patienten mit Morbus Crohn haben deutliche höhere Werte von Candida tropicalis als andere Menschen. Daher sollten bei der Behandlung in Zukunft nicht nur Pilzmittel (Antimykotika), sondern auch Probiotika eingesetzt werden. Der Grund wird folgendermaßen erklärt. Im Verdauungssystem des Menschen befinden sich Billionen von Mikroorganismen. Einige davon sind freundlich zu den Menschen, andere wiederum bewirken das Gegenteil und vermehren sich plötzlich sehr stark. Zum einen kann dies schädlich sein und zum anderen kann dies zur Entstehung von Krankheiten führen. Viele der Mikroorganismen wurden in der letzten Zeit identifiziert. Darunter befanden sich glücklicherweise auch diejenigen, die für die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen verantwortlich sind. Bisher hatte man sich bei den Untersuchungen nur auf die Bakterienvielfalt spezialisiert und die Pilze vollkommen außen vor gelassen. Allerdings haben die Pilze einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Jetzt wurde die Darmflora von gesunden Menschen mit deren von Morbus Crohn Erkrankten verglichen und kam zum entscheidenden Ergebnis. Die Erkrankten tragen eine übermäßig große Menge an Candida tropicalis in sich. Des Weiteren findet man bei den Erkrankten auch die Bakterien
Serratia marcescens und Escherichia coli. Diese drei Mikroorganismen bilden einen Film, der plaqueähnlich ist auf der Darmschleimhaut, und verstärken dadurch die Darmentzündungen.

Was kann hier helfen?

Als Erstes möchte man diesen Patienten ein Antimykotika einsetzen, damit die übermäßige Pilzansiedlung reduziert wird. Gelichzeitig sollen die Erkrankten aber auch Probiotika bekommen, die nicht nur die Pilze zurückdrängen, sondern auch für ein Gleichgewicht der Darmbakterienstämme sorgen. Das dritte Ziel dieser Behandlung soll das Auflösen des Plaquefilms sein.

Patienten, die unter Morbus Crohn leiden, sollten also ihren Arzt darauf ansprechen und nach den Präparaten und den Einsatzmöglichkeiten fragen. Der Arzt kann die Anwendung der Präparate genau auf den Patienten abstimmen und ein Aufklärungsgespräch führen. Die Produkte sind für den Aufbau der Darmflora gedacht, wurden aber speziell bei Morbus Crohn getestet. Ebenfalls sehr hilfreich ist Kokosöl für Menschen, die an Morbus Crohn leiden.

Quelle: zentrum-der-gesundheit.de

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